Tilgungsfalle
Mittwoch 25. August 2010 von Wolfgang
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Die Zinsen für Baugeld sind auf historisch niedrigstem Niveau. Nie war es in den vergangenen 50 Jahren in Deutschland so günstig, die eigenen vier Wände zu finanzieren. Doch Schnäppchen-Zinsen alleine reichen nicht aus, um eine Finanzierung zu sichern. Wichtig ist in einer Niedrigzinsphase auch, die Zahlungsraten entsprechend nach oben anzupassen – sonst droht Bauherren die so genannte Tilgungsfalle:
Je niedriger die Monatsrate angesetzt ist, desto langsamer wächst der Tilgungsanteil innerhalb der Rate.
Beispiel: In der Regel liegt die klassische Anfangstilgung bei einem Baukredit bei 1 Prozent. Beträgt der gebundene Sollzinssatz etwa…
6 Prozent, würde ein Bauherr bei einer anfänglichen Tilgung von 1 Prozent 32 Jahre für die Rückzahlung seines Kredites brauchen. Bei einem Zinssatz von z.B. aktuell 3,39 Prozent dauert es bei gleicher Anfangstilgung schon mehr als 43 Jahre! Um die Tilgungsfalle zu umgehen, empfiehlt es sich, in Niedrigzins-phasen, die anfängliche Tilgung höher – etwa bei 2 Prozent – anzusetzen. Dies verkürzt bei relativ geringem monatlichem Mehraufwand die Rückzahlungsdauer auf ca. 29 Jahre und reduziert die Gesamtkosten schnell um mehrere 10.000 Euro. PSD Bank-Marketingleiter Rolf Fühles: Eine Finanzierung mit zu langsamer Tilgung kann gefährdet werden, wenn etwa beim Auslaufen der Zinsbindung für den Folgekredit höhere Zinsen anstehen. Faustregel: Spätestens im Rentenalter sollte die Immobilie abbezahlt sein.
Tipp: Prüfen Sie auch immer die Effektivverzinsung in Kreditverträgen. Nach Ablauf der ersten Sollzinsbindung z.B. nach 10 Jahren sollte der kalkulierte Sollzinssatz in der Regel so hoch wie im ersten Teil der Finanzierungsdauer sein. Denn jetzt für die Zukunft noch auf fallende Konditionen zu hoffen, wäre sicherlich zu optimistisch. (wk/PSD Bank)
Tags:immobilien, Tilgungshöhe, Zinsen, DarlehenVerwandte Artikel
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 25. August 2010 um 05:25 und abgelegt unter Immobilien Tipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













