Wie sich Berufseinsteiger richtig bewerben – die 10 wichtigsten Tipps
Samstag 22. Mai 2010 von Wolfgang

Foto: Bundesagentur für Arbeit
Ob für eine Lehrstelle oder den ersten Job – mit einer guten Bewerbung stellen sich berufliche Weichen zwar nicht von selbst, doch der erste wichtige Schritt ist getan. Was in eine gelungene Bewerbung gehört, welche speziellen Aspekte zu beachten sind und welche Fehler besser vermieden werden sollten – hier die wichtigsten Tipps.
Sich einfach hinzusetzen und darauf loszuschreiben ist für eine Bewerbung das falsche Konzept. Denn es ist gar nicht so einfach, sich auf wenigen Seiten Papier gut zu präsentieren. Vor allem Schüler und angehende Azubis sollten sich dafür Unterstützung suchen. Schließlich ist es sehr wichtig, am Anfang für sich herauszufinden, was man wirklich will. Der künftige Beruf dient später nicht nur dem Broterwerb. Er soll Anerkennung, Zufriedenheit und Erfolg für viele Lebensjahre ermöglichen. Daher ist es sinnvoll, sich…
von Eltern, Freunden oder auch Lehrern bei der Berufswahl beraten zu lassen. Hilfe, speziell für Schüler und angehende Azubis, bieten zum Beispiel auch die Berufsberater der Agentur für Arbeit.
Wie eine Bewerbungs-Mappe aussehen sollte
Das Deckblatt: Es ist zwar kein Muss, kann aber ein guter Einstieg für die Bewerbung sein. Es sollte eine Überschrift, den Ausbildungsberuf, Ihren Namen, Ihre Adresse und Ihr Foto enthalten.
Extra-Tipp: Bitte keine Schnappschüsse z.B. aus dem Urlaub verwenden. Besser ist es, in ein professionelles Foto von einem Fotografen zu investieren. Denn der erste Eindruck ist bereits sehr wichtig.
Das Anschreiben: Es sollte möglichst an einen konkreten Ansprechpartner gerichtet sein. Denn Bewerbungen mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ werden oftmals gleich aussortiert. Im Text sollte deutlich gemacht werden, warum Sie gerade diese Ausbildung und dieses Unternehmen gewählt haben. Sie sollten konkret beschreiben, warum gerade Sie die richtige Person für den Job ist. Und welche besonderen Qualitäten, Interessen oder Erfahrungen Sie dafür bereits mitbringen.
Extra-Tipp: Das Anschreiben sollte eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Am Ende die höfliche Bitte um ein persönliches Gespräch äußern. Denn das Vorstellungsgespräch ist das eigentliche Ziel der Bewerbung.
Der Lebenslauf: In tabellarischer Form sollten Sie hier Ihre wichtigsten Lebensstationen aufglistent. Das sind z.B. Informationen über die Schulausbildung, Abschlüsse, Zertifikate und Auslandsaufenthalte. Sehr wichtig ist hier die Übersichtlichkeit. Heute ist es üblich, die Daten mit dem jüngsten Ereignis beginnend chronologisch aufzulisten. Im Lebenslauf dürfen und sollten Sie auch auf Ihre Teamfähigkeit und soziale Kompetenz verweisen, beispielsweise durch den Hinweis auf Hobbys oder Ferienjobs.
Extra-Tipp: Hat die Bewerbung kein Deckblatt, dann sollte jetzt hier Ihr professionelles Foto stehen.
Der Anhang: Hier hinein gehört alles, was Ihre Befähigung für diese Ausbildung oder diesen Job noch unterstreichen könnte. Das können neben dem letzten Zeugnis auch Praktikumsnachweise oder Arbeitszeugnisse sein.
Extra-Tipp: Nicht die Originale, sondern Kopien verschicken. Nicht immer kommen die Bewerbungsunterlagen auch zurück.
Welche Fehler Sie bei der Bewerbung nicht machen sollten!
Rechtschreibfehler: Viele Personalchefs klagen inzwischen über Bewerbungen, in denen sich Rechtschreib- und Grammatikfehler nahezu „tummeln“. Deshalb Eltern oder auch Lehrer bitten, die Bewerbung darauf hin zu durchzuforsten. Denn „Null Fehler“ bedeuten einen großen Pluspunkt.
Stilblüten: Sinnleere Formulierungen wie „mentale sowie reale Beweglichkeit“ oder Schmeichelfloskeln wie „in Ihrer einzigartigen Firma“ besser weglassen. Sie wirken nicht nur aufgesetzt, sondern auch leicht komisch. Wer sich um persönliche Formulierungen bemüht, hat die besseren Karten.
Schema F: Die Bewerbung sollte unbedingt Ihre Individualität deutlich machen. Also keine perfekte Inszenierung „hinlegen“, sondern ehrlich auf Stärken und ggf. Schwächen hinweisen.
Originalität ist besser als ein starres Regelwerk. Ein Personalchef, der täglich viele Bewerbungen auf den Tisch bekommt, schätzt viel eher ein Schreiben, bei dem persönliche Ambitionen spürbar werden.
Gießkannenprinzip: Es ist zwar wichtig, die Werbetrommel für sich zu rühren. Doch dabei nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen und einfach mit Hilfe der gelben Seiten flächendeckend alle Firmen anschreiben. Große Firmen schreiben ihre Stelle heute nicht mehr öffentlich aus. Hier kann ein kurzes Telefonat vorab Klarheit schaffen und den richtigen Ansprechpartner erkennbar machen.
Verschweigen: Wer in dem einen oder anderen Fach nur mit schlechten Noten aufwarten kann, sollte diese nicht versuchen zu verschweigen. Besser eine Fünf im Zeugnis zugeben, aber dafür darauf verweisen, dass man z.B. schon seit Jahren in einer Sportgemeinschaft trainiert. Das zeugt von Ehrlichkeit, sozialer Kompetenz und Durchhaltevermögen.
Wichtige Hinweise!
Neues Internet-Portal nutzen! Unter www.planet-beruf.de (Stichwort Bewerbungstrainig) bietet die Agentur für Arbeit allen Schülern/innen ein kostenloses interaktives Bewerbungstraining an.
Mutlosigkeit: Auch, wenn vielleicht die ersten Absagen ins Haus flattern, darf keine Mutlosigkeit aufkommen. Nur wer an sich und seine Ziele glaubt und darum kämpft, wird auch seine Chance erhalten. (wk/Bundesagentur für Arbeit)
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 22. Mai 2010 um 08:48 und abgelegt unter Karriere. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













