Mehr Last auf schwache Schultern
Samstag 13. März 2010 von Wolfgang

Bildquelle: Verivox
Kaufkraftarme Bundesländer müssen höchste Energiepreise tragen
Die Wirtschaftskrise hinterlässt ihre Spuren: die Kaufkraft der Deutschen wird in diesem Jahr sinken. Wie GfK GeoMarketing, Tochter des internationalen Marktforschungsunternehmens GfK SE aus Nürnberg, in einer Kaufkraftstudie für Deutschland feststellt, müssen die Bürger einen Rückgang beim verfügbaren Einkommen hinnehmen. 2010 haben sie im Bundesdurchschnitt noch 18.904 Euro pro Kopf zur Verfügung und damit 42 Euro weniger im Geldbeutel. Dabei ist besonders auffällig, dass ausgerechnet in…
kaufkraftschwachen Bundesländern die Energiekosten sehr hoch sind.
Die höchsten Energiekosten (Strom und Gas) für einen Zwei-Personen-Haushalt fallen in den neuen Bundesländern Sachsen (1425 Euro), Thüringen (1408 Euro), Sachsen-Anhalt (1394 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (1390 Euro) und Brandenburg (1360 Euro) an. An sechster Stelle folgt das Saarland mit 1356 Euro.
Der Vergleich dieser Durchschnittskosten mit der Kaufkraft pro Haushalt zeigt, dass die neuen Bundesländer zur Gruppe mit der geringsten Kaufkraft gehören. Nur in Berlin und Bremen stimmt das Verhältnis von Kaufkraft und Energiepreisen – in den beiden Städten mit vergleichsweise geringer Kaufkraft pro Haushalt bezahlen die Verbraucher mit jeweils durchschnittlich 1224 Euro (Bremen) und 1233 Euro (Berlin) die günstigsten Energiepreise in Deutschland.
Die Energiekosten der Bundesländer mit der stärksten Kaufkraft bewegen sich um den Bundesdurchschnitt von 1319 Euro herum. Für einen Zwei-Personen-Haushalt werden in Baden-Württemberg 1326 Euro und in Bayern 1312 Euro fällig.
„Wir raten den Verbrauchern, die hohen Strom- und Gaspreise nicht einfach hinzunehmen, sondern nach einem Vergleich zu einem günstigen Anbieter zu wechseln“, erläutert Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. die aktuelle Situation. „Ein Preisvergleich im Internet und der Wechsel des Anbieters ist einfach und dauert nur wenige Minuten.“
Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 2800 kWh kann bis zu 200 Euro pro Jahr sparen bei einem Gasverbrauch von 10.000 kWh liegt ihr Einsparpotenzial bei bis zu 300 Euro jährlich. (wk/Verivox)
Tags:Energiekosten, Preisentwicklung, AnbieterwechselVerwandte Artikel
Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 13. März 2010 um 14:05 und abgelegt unter Geld sparen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













