Geldanlage: Vorsicht bei Kombi-Produkten
Dienstag 30. Juni 2009 von admin
Geldanlage: Vorsicht bei Kombi-Produkten
Immer öfter sieht man diese Kombi-Angebote zur Geldanlage, meist mit einem weit über Marktdurchschnitt liegenden Zinssatz. Angebote gibt es zum Beispiel Postbank, SEB, netbank oder comdirect. Anette Rehm vom Finanzportal geld-magazin.de erläutert, wie es funktioniert: “Der Anlagebetrag wird gesplittet – die Hälfte in ein sicheres Festgeldkonto, die andere Hälfte in einem oder mehreren Fonds mit Ertragschancen. Wo ist der Haken? Es kann mehrere geben: Erstens sollte man sich den Fonds genau ansehen- wie war die Wertentwicklung bisher? Oder ist er ein Ladenhüter?…
Zweitens: Wie hoch ist der Ausgabeaufschlag beim Fonds? Frisst diese Gebühr den Superzins aus dem Festgeld gleich wieder auf? Hat er beispielsweise einen Ausgabeaufschlag von 3 %, macht das bei 10.000 Euro gleich mal 300 Euro weniger – die müssen erstmal wieder aufgeholt werden! Oder der Superzins auf das Anlagekonto muss 3 % (!) besser als der Marktdurchschnitt sein, damit man im 1. Jahr plus/minus Null abschließt.
Drittens: Für einen Fonds fallen in der Regel noch weitere Kosten an, die erst bei sehr genauem Hinsehen bzw. Nachfragen ersichtlich sind: die jährliche Verwaltungsgebühr, die „Management Fee“ und ähnliches. Diese können auch noch einmal bis zu 2 % ausmachen.
Zusätzlich sollte berücksichtigt werden, dass ein Fonds ein börsennotiertes Wertpapier ist, also Kursschwankungen unterliegt. Der Kurs kann steigen, kann aber auch fallen. Es ist nicht sicher, dass der Anleger nach Ablauf der Festgeldzeit auch noch den ursprünglichen Anlagebetrag im Fonds besitzt. Wenn die Kurse nach unten gegangen sind, hat sich sein Geld vermindert. Natürlich besteht entgegengesetzt auch die Chance auf Kurssteigerungen. Wenn allerdings Kapitalerhalt und kein Risiko wichtige Kriterien für den Anleger sind, sollte er auf Fonds verzichten.” (we/djd)
Tags:Ausgabeaufschlag, Zinssatz, Fonds, KapitalanlagenVerwandte Artikel
Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 30. Juni 2009 um 08:24 und abgelegt unter Kapitalanlagen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













