Staat greift stabilisierend ein
Donnerstag 19. März 2009 von Wolfgang

Foto:Bundesministerium der Finanzen
Zu der aktuellen Finanzkrise hat das Bundesministerium der Finanzen folgende Pressemitteilung herausgegeben:
Mit Konjunkturhilfen Schlimmeres vermeiden
Wie kaum ein anderes Industrieland ist Deutschland in die internationale Wirtschaft integriert. Negative Rückwirkungen der weltweiten Rezession und der internationalen Finanzmarktkrise treffen Deutschland deshalb in besonderem Maß.
Besonders zum Ende des vergangenen Jahres hat sich die abwärts gerichtete Entwicklungstendenz erheblich verstärkt. Die kurzfristigen Wachstumsperspektiven haben sich daher drastisch verschlechtert:
Wirtschaftsexperten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um fast 5 Prozent schrumpfen wird. Ende 2008 waren die Forscher noch davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt um 1,9 Prozent sinkt.
Mit Konjunkturhilfen Schlimmeres vermeiden
Mit der Abwrackprämie zum Beispiel wurde ein sinnvolles Instrument geschaffen, um eine der…
Schlüsselindustrien in Deutschland zu stabilisieren: Durch den erhöhten Anreiz, jetzt ein neues Auto zu erwerben, wird zum einen der Konsum angekurbelt, zum anderen werden so Arbeitsplätze gesichert – denn in Deutschland hängt fast siebte Arbeitsplatz von der Automobilindustrie ab, direkt oder über Zulieferbetriebe.
Auch in ausländischen Autos sind schließlich oft in Deutschland produzierte Teile enthalten. Die Abwrackprämie wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern angenommen und kommt der Wirtschaft zugute– gäbe es sie nicht, wäre die Rezession ungleich schlimmer.
Der Wirtschaft profitiert auch von den zahlreichen anderen Programme der Bundesregierung, darunter das Kommunale Investitionsprogramm, festgehalten im Zukunftsinvestitionsgesetz.
Über eine finanzielle Förderung kommunaler Investitionsprogramme erhalten Betriebe vor Ort mehr Aufträge. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der aktuellen Wirtschaftskrise und zur Verbesserung der Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung geleistet.
Steuerliche Entlastungen für Bürger
Auch steuerliche Entlastungen tragen dazu bei, Bürgerinnen und Bürger in der Krise zu stärken: Das gelingt in maßvollem, aber dennoch spürbaren Rahmen, indem jeder zusätzlich verdiente Euro nicht mehr so stark belastet wird wie bisher.
* Erhöhung des Grundfreibetrags in zwei Stufen auf 7.834 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2009 und auf 8.004 Euro für das Jahr 2010
* Absenkung des Eingangssteuersatzes von 15 auf 14 Prozent
* Verschiebung der Tarifeckpunkte um insgesamt 730 Euro nach rechts in zwei Stufen bis 2010
Familien erhalten ab sofort mehr Kindergeld und bekommen den Kinderbonus – der jetzt zügig von den Familienkassen ausgezahlt werden kann. (wk/Bundesministerium der Finanzen)
Tags:Konjunkturprogramm, FinanzkriseVerwandte Artikel
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 19. März 2009 um 13:33 und abgelegt unter Verbrauchertipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













