Was tun, wenn es zu teuer wird?
Freitag 27. Februar 2009 von Wolfgang
Dank der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes gibt es heute eine Vielzahl von Anbietern. Einige rechnen nicht selbst ab; die anfallenden Beträge erscheinen stattdessen auf den Rechnungen der Deutschen Telekom. Andere Telefogesellschaften versenden eigene Rechnungen; auch die Mobilfunkprovider rechnen selbst ab. Mit mehreren Anbietern und Rechnungen verliert der Kunde leicht den Überblick. Aber Vorsicht: Abrechnungsfehler kommen durchaus vor, auch bei den großen Anbietern. ARAG Experten nennen die wichtigsten „Irrtümer“ der Telefongesellschaften.
• Tarifwechsel gehen bei manchen Anbietern versehentlich unter. Wer eine Änderung an den Vertragsbedingungen veranlasst hat, sollte sich diese, wenn möglich, schriftlich bestätigen lassen und auf der jeweils nächsten Rechnung überprüfen, ob auch…
nach den neuen Konditionen abgerechnet wurde.
• Bundeseinheitliche Feiertage, die auf einen Werktag fallen, werden manchmal nicht berücksichtigt. Dadurch können vermeintlich günstige Gespräche richtig ins Geld gehen. Man sollte daher überprüfen, ob Telefonate auch wirklich zum günstigen Feiertagstarif abgerechnet wurden.
• Einige Telefongesellschaften schaffen es nicht, während eines Gesprächs einen Tarifwechsel vorzunehmen. Das kann ein Nachteil sein, wenn man ein Telefonat kurz vor Ende der teueren Hauptzeit beginnt und dieses ohne Unterbrechung in der preiswerteren Nebenzeit fortsetzt.
• Zusatzleistungen werden oft falsch berechnet. Beispiel: Bei bestimmten ISDN-Tarifen ist eine T-Net-Box kostenlos erhältlich. Dennoch wird manchmal versehentlich eine monatliche Grundgebühr erhoben.
• Internationale Freecall-Nummern mit der Vorwahl 00800 sind kostenlos. Einige Anbieter berechnen diese trotzdem, teilweise sogar zum Auslandstarif. Dies ist nicht mit dem deutschen Telekommunikationsgesetz vereinbar, so dass das Recht auf eine Erstattung der Kosten besteht.
• Manche Anbieter berechnen auch Verbindungen, die gar nicht zustande gekommen sind. Auch hiergegen sollten Sie gegebenenfalls Widerspruch einlegen.
• Einige Call-by-Call-Provider sind sowohl ohne Anmeldung – bei Abrechnung über die Telekom – als auch mit Anmeldung – bei eigener Rechnungsstellung – nutzbar. Vorsicht, damit die Gespräche nicht doppelt, d.h. auf der Telekom-Rechnung und auf einer eigenen Abrechnung des jeweiligen Netzbetreibers, abgerechnet werden. Hier ist ein Abgleich der Rechnungen dringend ratsam.
• Wenn der Eindruck besteht, dass der Anbieter Gesprächslängen falsch berechnet, sollte der Telefonkunde stichprobenartig aufschreiben, wie lange tatsächlich in einem bestimmten Fall telefoniert wurde. Dann lässt sich der zuviel bezahlte Betrag gegebenenfalls zurückfordern. (wk/ARAG)
Tags:Abrechnungsirrtuemer, TelefonkostenVerwandte Artikel
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 27. Februar 2009 um 06:48 und abgelegt unter Geld sparen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













