Preise richtig runterhandeln, feilschen – Teil 5
Donnerstag 20. November 2008 von oneside
Nachdem wir uns in den Folgen zuvor über den richtigen Zeitpunkt zum feilschen oder handeln unterhalten haben, und auch die maximalen Möglichkeiten beim Händler ausgelotet haben, wollen wir uns nun einem ebenso wichtigen Aspekt widmen: Dem richtigen Auftreten.
Wie heißt es so schön? Der erste Eindruck ist entscheident. Und das ist auch bei Ihrem Gegenüber – in diesem Fall der Verkäufer nicht anders! Denn er ist auch ein Mensch – meist
Also betreten Sie den Laden, das Geschäft erhobenene Hauptes aber vermeiden Sie um Gottes Willen auch nur den Anschein von Arroganz! Denken Sie einfach daran, wie Sie fühlen, wenn Ihnen jemand “hochnäsig und allwissend” gegenüber steht, der Sie “vollquatscht”, Sie “belehrt” und der Sie kaum zu Wort kommen läßt. Können Sie sich mit so jemandem anfreunden? Oder ist Ihnen nicht auch derjenige lieber, der Ihre Argumente hört und darauf eingeht?! Na also! …
Ist beim Verkäufer nicht anders. Loben Sie ihn doch mal. Kein Witz: Ich habe meine Autoverkäuferin (es war eine Sie – Glück gehabt) tatsächlich zu Beginn des Verkaufsgespräches gefragt, ob Sie so tiefgrüne Augen hat oder ob das Kontaktlinsen sind, die da so toll funkeln?! Ubd – tataaaa – da war das erste Lächeln auf Ihrem Gesicht… (es waren übrigens gefärbte Linsen).
Also, sagen Sie dem Verkäufer ruhig wie schön seine Augen sind – nein, Quatsch, dass Ihnen die Gestaltung seines Ladengeschäftes gefällt und Sie “nur deswegen” einmal eingetreten sind. Sagen Sie zur Verkäuferin in der Boutigue, dass Sie “genau das” haben wollen, was die Dame gerade anhat, weil es ihr “sooo gut” steht…
Was ich damit meine – machen Sie Sympathiepunkte. So viele wie möglich!!! Erst dann steigen Sie in das Verkaufsgespräch ein. Und dabei sind Sie auch weiter nett. Lassen Sie ihn ausreden, haben Sie ein Gegenargument (hoffentlich so viele wie möglich), bringen Sie es höflich ein. Zweifeln Sie nicht an der Kompetenz des Verkäufers. Agressive Körperhaltung vermeiden Sie, indem Sie Ihre Arme nicht verschränken! Drohen Sie nicht damit, dass Sie seinen Chef kennen…
Kleiden Sie sich passend. Ich habe nur wenige Anzüge, aber wenn ich ein Mercedes oder BMW Autohaus betrete, ziehe ich einen davon an. Das mag lächerlich und oberflächlich klingen, wirkt aber.
Bei einem Selbstversuch konnte ich mich jüngst wieder davon überzeugen:
Mit Jeans und Lederjacke sind Sie für die meisten Mercedeshändler Luft. Sie existieren nicht. Sie sind jemand, der nur die teuren Autos betatschen und einmal in seinem Leben in so einem Wagen drinsitzen will, aber Sie können ihn sich ohnehin nicht leisten – denkt der Händler. Nach einer halben Stunde habe ich den Versuch abgebrochen und bin von den Verkäufern “unbehelligt” nach Hause gegangen.
Eine Woche später der gleiche Versuch, das gleiche Mercedes Autohaus. Nur diesmal hatte ich meinen Anzug an. Es dauerte keine zwei Minuten und ich wurde von einem Verkäufer freundlichst angesprochen…
Noch ein Vorteil von passender Kleidung (Anzug in diesem Falle): Sie fühlen sich besser. Wie ein anderer Mensch. Nicht umsonst sagt man: “Kleider machen Leute” Versuchen Sie es selbst…
Im nächsten Teil lernen wir etwas über die “Richtigen Argumente beim Feilschen” (we)
Tags:richtig-feilschen, geld sparen, Rabatte aushandeln, richtig-handelVerwandte Artikel
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 20. November 2008 um 09:36 und abgelegt unter Handeln, feilschen, Serien. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.













